Alternative Borreliose Behandlung - Stadien

Die Stadien

Nach Übertragung des Erregers vergeht eine Inkubationszeit von 5 – 30 Tagen. Es kommt zu einer Lokalinfektion der Haut, mit einem charakteristischen Hautausschlag, der Wanderröte. Sie verschwindet manchmal ohne Therapie, kann aber auch über mehrere Wochen bestehen. Ein Rückgang ist noch kein Beleg für die Heilung wegen der möglichen Streuung. Das so genannte „Erythema migrans" ist ein eindeutiges Symptom für eine Borrelieninfektion. Bei mehr als der Hälfte der Erkrankungen fehlte allerdings diese Rötung. In diesem ersten Stadium kann die Borreliose noch gut mit Antibiotika, aber auch alternativmedizinisch behandelt werden.

4 bis 16 Wochen nach dem Zeckenbiss haben sich die Erreger stark vermehrt und beginnen zu streuen. Die Inkubations- und Latenzzeit kann auch länger sein. Grippeähnliche Symptome wie Fieber und Kopfschmerzen sind die ersten Immunreaktionen, was die Erkennung der Krankheit erschwert. Starke Schweißausbrüche sind charakteristisch. Durch die Ausbreitung können Schmerzreaktionen und Schübe in Gelenken, Organen und aus dem Nervensystem heraus entstehen. Das Immunsystem kann in diesem Stadium die Herrschaft über den Erreger verlieren. Borrelien scheinen sich nach kurzem Aufenthalt im Blut, sehr schnell im Bindegewebe festzusetzen. Das erschwert dem Immunsystem und und auch den Antibiotika die vernichtende Wirkung auf den Erreger.

Besonders problematisch ist die so genannte Neuroborreliose, die zu vielfältigen Erkrankungen der peripheren Nerven führt und bei circa 10 % der Erkrankungen auch das Zentralnervensystem angreift. Das geschieht meist in der frühen Erkrankungsphase (bis etwa 10 Wochen), in der noch keine Antikörper gebildet wurden. In diesem Stadium ist die Gabe von ausreichend Antibiotika anzuraten. Es gilt bleibende Organschäden akut zu vermeiden.

Problematisch an der Borreliose ist Ihre Erregerpersistenz, das heisst, der Erreger ist gegen das Immunsystem und auch Antibiotika resistent. Das ist die dritte Phase in der Infektionsgeschichte. Es kommt zu einer chronischen Infektion, der Spätmanifestation.

Die Krankheit kommt immer wieder und kann sich zunehmend verschlechtern. Es ereignen sich aber durchaus auch monate-, selbst jahrelange symptomfreie Latenzzeiten, mit anschließendem Wiederaufflackern der Erkrankung. Vielfältige Krankheitsbilder können entstehen oder der Befall des zentralen und peripheren Nervensystems Borrelien-Meningitis eine Enzephalitis auslösen.

Chronische Erkrankungen der Sinnesorgane und der Gelenke und Muskeln sind möglich. Auch das Entstehen von entzündlicher Bursitis oder Arthrose ist bekannt. Manche Patienten leiden unter Herzproblemen, meist verbunden mit Gefäßentzündungen. Viele Borreliose-Patienten klagen über rasche und unerträgliche Erschöpfung, verbunden mit chronischer Müdigkeit, gegen die auch kein ausreichendes Schlafen hilft.

In dieser späten Form hilft keine Gabe von Antibiotika mehr. Hier eröffnen sich Chancen für alternative Methoden.